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SUMMARY:Ulrike Kollodzeiski: "Aaron Halle-Wolfssohn (1756-1835). Der Vermittler – Übersetzer\, Pädagoge\, Brückenbauer".
DESCRIPTION:Aaron Halle-Wolfssohn (1756-1835) war unter den Maskilim eine angesehene Persönlichkeit. Im Kreise Moses Mendelssohn in Berlin arbeitete er an der Übersetzung des Tanach mit und verfasste erstmals ein Hebräisch-Lehrbuch speziell für Kinder. Als Lehrer und Direktor der Königlichen Wilhelmsschule in Breslau setzte er sich für ein vielfältiges Curriculum ein und reagierte mit dramatischen Stücken auf aktuelle Fragen. Als Hauslehrer Giacomo Meyerbeers reiste er quer durch Europa. Wolfssohns Wirken war vielseitig und zielte immer auf eine Vermittlung zwischen Bewahren und Erneuern. \nDieser Vortrag ist Teil von der Vortragsreihe „Haskala. Protagonisten der jüdischen Aufklärung“ am Institut für die Geschichte der deutschen Juden\, Hamburg \nKonzipiert und organisiert von Uta Lohmann
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SUMMARY:David Heywood Jones: „Moses Hirschel (1755-1818). Streit mit dem Breslauer Rabbinat“.
DESCRIPTION:Moses Hirschel (1755–1818) nahm als Kaufmann\, Schachlehrer und -theoretiker auch aktiv an den Debatten der deutschen Spätaufklärung teil. Mit seinen Schriften prangerte Hirschel die Machtstellung des Rabbinats an und wandte sich gegen den zunehmenden Antisemitismus seiner Zeit. Seine Auseinandersetzung mit den rabbinischen Autoritäten in Breslau begann mit zwei polemischen Aufsätzen aus den späten 1780er Jahren\, die vorwiegend nicht religionskritisch motiviert waren\, sondern vor allem die Autorität des Rabbinats in Bezug auf die Erziehung der Kinder und die Bereicherung von Rabbinat und wirtschaftlicher Elite auf Kosten der vielen armen jüdischen Familien angriffen. 200 Jahre lang ist Hirschel in der Geschichtsschreibung dafür kritisiert worden. Der Vortrag wird ein anderes Licht auf die Auseinandersetzung und auf die Zielscheibe seiner Polemik werfen. \nDieser Vortrag ist Teil von der Vortragsreihe „Haskala. Protagonisten der jüdischen Aufklärung“ am Institut für die Geschichte der deutschen Juden\, Hamburg \nKonzipiert und organisiert von Uta Lohmann
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SUMMARY:Elke Morlok: „Isaak Satanow (1732-1804). Kabbala und Naturwissenschaft – zu einer einmaligen Synthese der Berliner Haskala “.
DESCRIPTION:Ohne Zweifel war Isaak Satanow (1732–1804) eine der schillerndsten Figuren der Berliner Haskala. Er war nicht nur als Hauslehrer\, Drucker\, Herausgeber und Autor eine herausragende Persönlichkeit der maskilischen Zirkel\, sondern erzeugte in seinen Werken zudem eine einzigartige Synthese zwischen jüdischen Traditionen\, aufgeklärter Naturwissenschaft und Kabbala. Daneben war er der erste Verleger\, der lurianische Schriften in Druck brachte. Die angestrebte ethische und intellektuelle Vervollkommnung des Menschen basiert für ihn auf der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten literarischen Korpora verschiedenster Traditionen – innerhalb und außerhalb des Judentums. Im Vortrag soll diese Kombination als Kondition für den Eintritt in die Moderne\, die zugleich eine Richtlinie für Bildungsreformen und Wiederbelebung alter Traditionen in einem neuen kulturellen Kontext beinhaltet\, anhand ausgewählter Beispiele aus der Schrift Imre Bina (Worte der Einsicht)\, Berlin 1783\, beleuchtet werden. Es wird deutlich\, dass bisherige Paradigmen der Haskala wie Säkularisierung\, Assimilation und Rationalisierung im Hinblick\nauf hybride Figuren wie Satanow und seines Zeitgenossen Salomon Maimon kritisch hinterfragt werden müssen\, um die Möglichkeit komplexerer Konstellationen jüdischer Aufklärung in Betracht zu ziehen – nicht zuletzt\, um die Bedeutung kabbalistischer Literaturen für die europäische Geistesgeschichte adäquater beurteilen zu können. \nDieser Vortrag ist Teil von der Vortragsreihe „Haskala. Protagonisten der jüdischen Aufklärung“ am Institut für die Geschichte der deutschen Juden\, Hamburg \nKonzipiert und organisiert von Uta Lohmann
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SUMMARY:Vortrag von Dr. Jurij Odesser „Der Dreißigjährige Krieg - ein Wendepunkt im Schicksal der deutschen Juden“
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SUMMARY:Salomon Maimon – Wanderer zwischen den Welten - Vortrag mit Lesung
DESCRIPTION:„Ja\,  ich verstand nicht einmal irgendeine Sprache\, worin ich mich ganz verständlich  machen konnte.“ \n Salomon Maimon\, streitbares Genie aus Polen-Litauen\, durchstreifte Ost- und Mitteleuropa auf der Suche nach der Wahrheit. Während dieser abenteuerlichen Reise eckt der Talmudschüler mit seiner Provokationslust und seinem schlechten Benehmen überall an\, findet aber auch renommierte Bewunderer\, wie Moses Mendelsohn und Immanuel Kant. Als Aufklärer ist er auch repräsentativ für den Ende des 18. Jahrhunderts eingeleiteten „Sprachwechsel“ vom Jiddischen zum Hochdeutschen. Durch einen Aufenthalt im Hamburger Christianeum (1783 bis 1785) versuchte er\, seine Deutschkenntnisse zu verbessern. \nReferent: Dr. Daniel Elon (Ruhruniversität Bochum) \nSprecher: Peter Bieringer \nTextbearbeitung: Inge Mandos \nPeter Bieringer c Leo Leike \nDaniel Elon c Niloufar Mehboudi
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SUMMARY:Vortrag und Gespräch Gibt es eine jüdische Stadtgeschichte? Hamburg und der Umgang mit einem besonderen kulturellen Erbe
DESCRIPTION:Bereits vor 400 Jahren lebten Jüdinnen und Juden im Raum Hamburg. Sie arbeiteten in unterschiedlichsten Berufen\, gründeten Schulen\, bauten Bankhäuser und Stiftungen auf oder waren auf Wohlfahrt angewiesen. Der Vortrag der Historikerin Miriam Rürup im Rahmen der Ausstellung »Glaubensfreiheit« beleuchtet den Einfluss der jüdischen Geschichte auf die Topografie der Stadt wie auch die Leerstellen\, die durch Vertreibung\, Flucht\, Zerstörung oder stadträumliche Veränderungen entstanden sind. Dabei wird diskutiert\, wie die Stadtgesellschaft mit diesem Erbe in teilweise kontroversen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen umgegangen ist und bis heute umgeht.\nMuseumseintritt € 8\,50\, ermäßigt € 5\,00\nAnmeldung erforderlich unter shmh.de/de/glaubensfreiheit
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LOCATION:Altonaer Museum\, Museumstr. 23\, Hamburg\, 22765
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