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Elke Morlok: „Isaak Satanow (1732-1804). Kabbala und Naturwissenschaft – zu einer einmaligen Synthese der Berliner Haskala “.

4. Oktober|18:30-20:00

Ohne Zweifel war Isaak Satanow (1732–1804) eine der schillerndsten Figuren der Berliner Haskala. Er war nicht nur als Hauslehrer, Drucker, Herausgeber und Autor eine herausragende Persönlichkeit der maskilischen Zirkel, sondern erzeugte in seinen Werken zudem eine einzigartige Synthese zwischen jüdischen Traditionen, aufgeklärter Naturwissenschaft und Kabbala. Daneben war er der erste Verleger, der lurianische Schriften in Druck brachte. Die angestrebte ethische und intellektuelle Vervollkommnung des Menschen basiert für ihn auf der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten literarischen Korpora verschiedenster Traditionen – innerhalb und außerhalb des Judentums. Im Vortrag soll diese Kombination als Kondition für den Eintritt in die Moderne, die zugleich eine Richtlinie für Bildungsreformen und Wiederbelebung alter Traditionen in einem neuen kulturellen Kontext beinhaltet, anhand ausgewählter Beispiele aus der Schrift Imre Bina (Worte der Einsicht), Berlin 1783, beleuchtet werden. Es wird deutlich, dass bisherige Paradigmen der Haskala wie Säkularisierung, Assimilation und Rationalisierung im Hinblick
auf hybride Figuren wie Satanow und seines Zeitgenossen Salomon Maimon kritisch hinterfragt werden müssen, um die Möglichkeit komplexerer Konstellationen jüdischer Aufklärung in Betracht zu ziehen – nicht zuletzt, um die Bedeutung kabbalistischer Literaturen für die europäische Geistesgeschichte adäquater beurteilen zu können.

Dieser Vortrag ist Teil von der Vortragsreihe „Haskala. Protagonisten der jüdischen Aufklärung“ am Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg

Konzipiert und organisiert von Uta Lohmann

Details

Datum:
4. Oktober
Zeit:
18:30-20:00
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
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Website:
http://www.igdj-hh.de

Veranstaltungsort

Institut für die Geschichte deutscher Juden
Beim Schlump 83
Hamburg, Hamburg 20144 Deutschland
Website:
http://www.igdj-hh.de

Veranstalter

Institut für die Geschichte der deutschen Juden
E-Mail:
http://www.igdj-hh.de